Haus der kleinen Forscher

Der Landkreis Emsland ist seit dem 19.07.2007 offizieller Netzwerkpartner der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“. Ausgangsbasis für das Engagement des Landkreises und dem damit verbundenen Aufruf an alle im Kreisgebiet befindlichen Kindertagesstätten war seinerzeit der naturwissenschaftliche Ansatz des Projektes. Im Laufe der Jahre ist es gelungen, zwischenzeitlich über 90 Prozent aller emsländischen Kindertagesstätten für die Idee der kleinen Forscher zu begeistern.

Mittlerweile wurden über 260 Workshops zu den unterschiedlichsten Themen durchgeführt. Insgesamt haben über 500 pädagogische Fachkräfte und Lehrer/innen an Fort- und Weiterbildungen im Rahmen des Projektes teilgenommen. Das „Haus der kleinen Forscher“ hat somit Einzug in den Kita-Alltag gehalten. Ob als Projekttage, zu Sommerfesten, im Rahmen von Forschertagen bzw. am „Tag der kleinen Forscher“ – der emsländische Nachwuchs forscht eifrig. 54 der deutschlandweit 222 Netzwerkpartner der Stiftung wurden im September 2011 auserkoren, um als Modellnetzwerke das Angebot auch auf Grundschulen und Horte auszuweiten.

Mit dabei war der Landkreis Emsland: Die Hälfte aller emsländischen Grundschulen hat am Modellprojekt teilgenommen. Mit Beginn des Schuljahres 2013/14 wurde die Modellphase beendet. Seither können sich auch Grundschulen, die bisher kein
„Haus der kleinen Forscher“ waren, mitmachen. Ein breites Förderangebot wird für Erzieher/innen, Lehrer/innen und pädagogische Fachkräfte angeboten: Neben klassischen auswärtigen Weiterbildungen gibt es auch Inhouse-Veranstaltungen. Hier wird auf die speziellen Bedürfnisse der jeweiligen Einrichtungen eingegangen und das Fortbildungsangebot in den Räumlichkeiten der Einrichtung durchgeführt.

Das „Haus der kleinen Forscher“ bleibt nicht auf die Kitas und Schulen beschränkt: Anlässlich der Landesgartenschau in Papenburg wurde 2014 auf dem Gelände der LaGa das Projekt „Kleine ForscherWerkStadt“ im Rahmen des „Grünen Klassenzimmers“
angeboten. Dabei wurde das Gelände der Landesgartenschau zum Entdeckerland. Die Kinder forschten drinnen und draußen. In drei Bauwagen wurden den jungen Forschern verschiedene thematische Schwerpunkte geboten: So gab es in „Architektenzimmer“
zum Themenfeld „Handwerk und Technik“, ein „Sprudelzimmer“ rund um den Themenschwerpunkt „Wasser“ und in einem weiteren Raum konnte zu unserer Luft geforscht werden.

Das „Haus der kleinen Forscher“ hat sich mittlerweile zur größten frühkindlichen Bildungsinitiative entwickelt, die es bisher in Deutschland gegeben hat. Dabei sind die emsländischen Einrichtungen ein starker Pfeiler in diesem Netzwerk: Das „Haus der kleinen Forscher“ hat sich seit seiner Gründung zwischen Hase und Ems etabliert. Indem bei Kindern schon früh die Begeisterung für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik geweckt wird, leistet das „Haus der kleinen Forscher“ einen Beitrag zur Nachwuchssicherung in diesen wichtigen Bereichen.

Kitas und Grundschulen, die sich für das auch die vertikale Vernetzung stärkende Projekt interessieren, können sich gerne an Rene Werner – Fachbereich Bildung beim Landkreis Emsland – unter der E-Mailadresse rene.werner@emsland.de wenden.