Inklusion

Um zu gewährleisten, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können und um Artikel 24 der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen umzusetzen, ist in Niedersachsen mit dem Beginn des Schuljahres 2013/14 mit Einführung der „Inklusiven Schule“ begonnen worden.

Der Niedersächsische Landtag hat am 20.03.2012 das Gesetz zur Einführung der inklusiven Schule verabschiedet. Inklusive Bildungsangebote ermöglichen Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen und einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung den barrierefreien und gleichberechtigten Zugang zu allen allgemeinen Angeboten des Unterrichts und der Erziehung in der Schule sowie zu den Angeboten der verschiedenen Bildungsgänge und des Schullebens.

Das Niedersächsische Schulgesetz verlangt daher, dass Schülerinnen und Schüler, die wegen einer bestehenden oder drohenden Behinderung auf sonderpädagogische Unterstützung angewiesen sind, durch wirksame individuell angepasste Maßnahmen unterstützt werden. Dabei müssen nicht die Ziele einer bestimmten Schulform oder Klassenziele in einer Schulform erreicht werden, sondern die Leistungsanforderungen können von denen der besuchten Schule abweichen. Inklusion erfordert je nach Ausprägung der individuellen Behinderung zielgleichen oder zieldifferenten Unterricht und eine entsprechende Erziehung.

Förderschulen können in Niedersachsen im Schuljahr 2017/18 mit den Förderschwerpunkten Lernen (Sekundarbereich I, ab Jahrgang 6), Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Sehen und Hören geführt werden. Eltern von Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung können wählen, ob ihre Kinder eine allgemeine oder eine Förderschule besuchen sollen.

Eine Ausnahme bildet die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, die seit dem Schuljahr 2013/14 ausläuft. Die Aufnahme in eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen ist im Schuljahr 2017/2018 demnach nur noch ab Schuljahrgang 6 und aufsteigend möglich. [Niedersächsisches Kultusministerium]