Ein klares Ziel der Bildungsregion Emsland ist es, die Arbeit aller sich im Feld der Bildung bewegenden Akteure und Einrichtungen vor Ort zu vernetzen, um ein lebenslauforientiertes Lernen zu ermöglichen und hier insbesondere die Übergänge zwischen den Bildungsabschnitten zu optimieren.
Horizontale Vernetzung
In der Bildungsregion Emsland haben sich zwischenzeitlich 55 Grundschulen, vier Förderschulen, eine Hauptschule, eine Realschule und eine Haupt- und Realschule zu 14 Schulverbünden zusammengeschlossen. Mit der Errichtung von Schulverbünden in Städten und Gemeinden wird das Ziel verfolgt, die Qualität von Unterricht und Schulleben gemeinsam zu sichern und zu optimieren. Durch systematischen Austausch soll die Schulentwicklung in der Gemeinde belebt werden. Arbeitsteilung und die gemeinsame Nutzung von Ergebnissen sollen Einzelschulen entlasten. Zu diesem Zwecke wird ein freiwilliger Verbund von Schulen geschaffen, über den Entwicklungsprozesse einzelner Schulen in der Gemeinde zusammengeführt und durch gemeinsame Entwicklungsprogramme und -initiativen gestützt werden. Über den Verbund soll die Zusammenarbeit zwischen den Schulen und den verschiedenen Schulpartnern intensiviert werden. Der Verbund soll die Eigenständigkeit der Einzelschule stärken. Schulindividuelle Entwicklungsinteressen und -notwendigkeiten werden respektiert und gesichert.
In den nachfolgend aufgelisteten Arbeitsbereichen wird der Schulverbund tätig:
• Förderung von Unterrichtsentwicklung
• Unterstützung systematischer Arbeit an den Schulprogrammen
• Lehrerfortbildung auf Gemeindeebene
• Schaffung von Unterstützungsangeboten und -strukturen für Eltern, Lehrer und
Schulleitungen
• Aufbau von Vernetzung mit anderen Institutionen
• Nutzung des Schulverbundes als Lernverbund: Austausch von Erfahrungen,
Arbeit an verschiedenen Themen, gemeinsame Reflexion, Arbeit mit kritischen
Freunden, Arbeit in Qualitätszirkeln, … .
• Bündelung von Verwaltungsarbeit zur Systematisierung und Vereinfachung
• Überprüfung der Wirksamkeit der Arbeit im Schulverbund
Der Schulverbund schafft Vernetzung, sichert über Vereinbarungen Dienstleistungen
und sorgt dadurch für eine effiziente Nutzung der vorhandenen Ressourcen.
Vertikale Vernetzung
In der Bildungsregion Emsland existieren zwischen 3 Gymnasien und insgesamt 24 hauptsächlich Grundschulen sogenannte Kooperationsverbünde zur Hochbegabtenförderung. In Arbeitsgemeinschaften werden hochbegabte Schüler in Zusammenarbeit entsprechend gefördert.
Um den Schülern den Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium zu erleichtern, ist weiterhin die Möglichkeit der Hospitation von Lehrkräften in Klassen der jeweils aufnehmenden bzw. abgebenden Schule vertraglich geregelt. Auch zu Fachkonferenzen sollen Lehrer der jeweils anderen Schulformen eingeladen werden, um hier besondere Fragen des Schulwechsels erörtern zu können.
Kooperationsverbund I (Meppen)
- Windthorst-Gymnasium
- Bonifatiusschule
- Johannes-Gutenberg-Schule
- Ludgerischule
- Maria-Montessori-Schule
- Marienschule
- Gebrüder-Grimm-Schule
- St. Antonius-Schule
Kooperationsverbund II (Lingen)
- Gymnasium Georgianum
- Grundschule Gauerbach
- Grundschule Altenlingen
- Grundschule Bramsche
- Erich-Kästner-Schule
Kooperationsverbund III (Papenburg)
- Gymnasium Papenburg
- Amandusschule
- Dieckhausschule
- Kirchschule
- Michaelschule
- Mittelkanalschule
- Mühlenschule
- Splittingschule
- Waldschule
- Ludgerusschule
- Haupt- und Realschule Papenburg