Schulverweigerung – Die zweite Chance

Jährlich verlassen 7,5 Prozent der deutschen Schulabgänger(innen) eines Jahrgangs die Schule ohne einen Abschluss. Die Gründe können vielschichtig sein, jedoch wird einem Teil der Jugendlichen unbestritten die eigene schulverweigernde Haltung zum Stolperstein. Zwar gilt dies nur für 5,5 Prozent der emsländischen Schüler(innen), dennoch nimmt der Landkreis am ESF-Programm „Schulverweigerung – Die zweite Chance“ teil, um diese Zielgruppe frühzeitig und erfolgreich in den Regelschulbetrieb (wieder-)einzugliedern.
Ganz konkret tritt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Projekt, das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert wird, für eine nachhaltige Senkung der Zahl der Jugendlichen an, die die Schule ohne Schulabschluss verlassen.

Für jeden einzelnen „harten Schulverweigerer“ geht es darum, noch rechtzeitig die „Reißleine“ zu ziehen und durch den Erwerb eines Abschlusses den Weg zu ebnen für eine anschließende Berufsausbildung und damit letztlich für ein geregeltes Erwerbsleben. In den Koordinierungsstellen der „Zweiten Chance“ werden Jugendliche, die aktive oder passive Formen von Schulverweigerung zeigen, aufgefangen und wieder ins Regelschulsystem integriert. Zielgruppe sind alle „schulmüden“ Schüler/innen ab 12 Jahre, deren Schulabschluss gefährdet ist.