Allgemeines

147 Kindertagesstätten mit 12.110 Plätzen und 171 Schulen mit 50.593 Schüler/innen (Stand: 2016): Dimension und Vielfalt der emsländischen Bildungslandschaft stehen außer Frage. Hinzu kommen ein Hochschulstandort in Lingen (Ems) und zahlreiche Einrichtungen der persönlichen, kulturellen und beruflichen Bildung.

 

Bildung spielt im Emsland schon seit Jahren eine zentrale Rolle. Die Bildungsregion Emsland geht aus der Teilnahme an einem Modellversuch „Erweiterte Eigenverantwortung in Schulen und Qualitätsvergleich in Bildungsregionen“ hervor, der 2004 vom Land Niedersachsen in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung initiiert wurde. Dr. Armin Lohmann, Landesprojektleiter der Bildungsregion Emsland von 2005 bis 2009, sowie Referatsleiter für Eigenverantwortliche Schulen und Unterstützung, Qualitäts- und Personalentwicklung im Niedersächsischen Kultusministerium a. D., hat in seiner Dissertation „Qualität an Schulen und von Unterricht durch Führung“ den Erfolg des Projektes empirisch nachgewiesen:

Wirkungsvolle Schulleitung

Wirkungseinflüsse von Schulführung auf Unterrichts- und Schulqualität

2008 entstand im Emsland auf Grundlage eines theoretischen Konzeptes des Deutschen Institutes für Internationale Pädagogische Forschung einer der ersten regionalen Bildungsberichte für einen Landkreis in Deutschland. Ende Juni 2012 veröffentlichte der Landkreis Emsland den 2. Regionalen Bildungsbericht. Seine Gliederung erfolgte in Anlehnung an den Anwendungsleitfaden zum Aufbau eines Kommunalen Bildungsmonitorings, der 2010 vom Statistischen Bundesamt Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung und dem Statistischen Landesamt Baden-Würtemberg entwickelt wurde. So wurden die bereits im Bericht 2008 untersuchten Indikatoren insbesondere durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmendaten ergänzt.

-> 2. Regionaler Bildungsbericht für den Landkreis Emsland

2017 erscheint die dritte Auflage des regionalen Bildungsberichtes im Emsland und somit die Fortschreibung der Bildungsdaten aus dem Bildungsberichten 2008 und 2012. Ziel des Bildungsberichtes ist es, bildungsrelevanten Akteuren im Emsland belastbare Informationen und Zahlen über die Bildungslandschaften in der Region zu vermitteln sowie der kommunalen Verwaltung und bildungspolitischen Entscheidern wirkungsvolle, faktenbasierte Entscheidungsgrundlagen für die Weiterentwicklung und Verbesserung der Bildungsqualität im Emsland an die Hand zu geben.

Bildung wird im Rahmen des Bildungsberichtes dabei nicht nur im Kontext der frühkindlichen und schulischen Bildung, sondern als „lebenslanges Lernen“ verstanden. Das „lebenslange Lernen“ hat in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und findet sich bereits in aktuellen bildungspolitischen Konzepten wieder. In den offiziellen Dokumenten der Europäischen Union wird seit 2001 alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Kenntnissen, Fertigkeiten und Kompetenzen und / oder Qualifikationen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt, als „lebenslanges Lernen“ verstanden.

Im dritten regionalen Bildungsbericht 2017 werden daher neben Fortschreibungen bisheriger Indikatoren auch Bildungsangebote außerhalb von KiTa und Schule betrachtet. So werden erstmals auch die Hochschulbildung, die Weiterbildung und die non-formale / informelle Bildung berücksichtigt.