Fachtag Kita - "Für und mit Kindern Räume gestalten"

Landkreis Emsland informiert 200 Teilnehmer beim Fachtag Kita

 Meppen. Unter dem Motto „Partizipation: Räume für und mit Kindern gestalten“ besuchten  200 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus den Kindertagesstätten (Kita) sowie Vertreter der kirchlichen, kommunalen und privatwirtschaftlichen Träger den Fachtag Kita. Organisiert und durchführt wurde die Veranstaltung vom Arbeitskreis „Trägerübergreifende Qualitätsentwicklung in Kitas“ in Zusammenarbeit mit der Bildungsregion Emsland vom Landkreis Emsland.

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„Die frühkindliche Bildung erfährt zurzeit viele Veränderungen: sei es die von der Landesregierung eingeführte Beitragsfreiheit

für Kinder ab drei Jahren, der flexible Einschulungstermin oder auch die Neuorganisation der vorschulischen Sprachförderung“ – mit diesen Worten begrüßte der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kossehof Meppen. Gerenkamp dankte in seiner Begrüßung auch dem ehemaligen Bildungskoordinator der Bildungsregion Emsland, Jörg Vollbrecht, der seit August für die Niedersächsische Landesschulbehörde tätig ist, für das Engagement und seine erfolgreiche Arbeit in den letzten drei Jahren.

 

Gerenkamp informierte auf dem Fachtag Kita, dass die Mindestqualitätsstandards für Kitas in der Bildungsregion Emsland, die der „Arbeitskreis trägerübergreifende Qualitätsentwicklung in Kitas“ entwickelt habe, in Niedersachsen einzigartig sei. Dieser einheitliche Standard gelte für alle Kitas der Region, ganz gleich, um welchen Träger es sich handele, betonte Gerenkamp.

 v.l.) Manfred Pomorin (Pantomime), Erster Kreisrat Martin Gerenkamp,

Prof. Dr. Christina Jasmund, Dr. Gabriele Haug-Schnabel, DR.-Ing Matthias Wilk

 

Dr. Gabriele Haug-Schnabel von der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen, referierte im ersten Teil des Fachtages zum Thema „Lebensraum Kita: Raumgestaltung und Partizipationsmöglichkeiten von Kindern.“ Sie wies in ihrem Vortrag auf die haptischen Nachteile von Plastikspielzeug hin und betonte den Mehrwert, den ein Kind beim Spielen im Freien beispielsweise mit Holz und Wasser erlebt.

Professorin Dr. Christine Jasmund von der Hochschule Niederrhein beleuchtete zusammen mit dem Architekten und Bildhauer Dr.-Ing. Matthias Wilk das Zusammenwirken von Pädagogik und Architektur, untermauert mit praktischen Tipps, wie jede Kita mit einfachsten Mitteln ihre Räume neu überdenken, gestalten und den Raum als dritten Erzieher nutzen kann. Eine Botschaft war, dass die Menge des Spielzeugs in einer Kita nicht entscheidend ist, sondern wie gut das Spiel-Angebot für Kinder geplant ist. Die optimale Gestaltung und Nutzung von Räumen, insbesondere bei kleinen Räumen ist für das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso entscheidend, wie für das Gefühl der Geborgenheit und des Aufgehobenseins von Kindern. Aus diesem Grund gaben die Referenten den Teilnehmenden den Impuls mit, die Räumlichkeiten in ihrer Kita auszumessen und die Laufwege innerhalb des Raumes zu markieren, um sich im Anschluss die Frage zu stellen, wie viel Platz pro Kind eigentlich noch ausbleibt.

 

Neben den Fachvorträgen luden unter anderem Informationsstände von Nifbe, dem Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung sowie dem „Haus der kleinen Forscher“ zum fachlichen Diskurs und Erfahrungsaustausch ein.

 

  Verabschiedung von Jörg Vollbrecht

 

 Downloads zur Veranstaltung "Fachtag Kita"

Dr. Haug-Schnabel

Prof. Dr. Jasmund

Dr.-Ing. Wilk

Bilder Fachtag Kita