Demokratieförderung

Die Bildungsregion Emsland ist geprägt von einer lebendigen Bildungslandschaft, einem hohen bürgerschaftlichen Engagement und einer starken regionalen Identifikation. Gleichzeitig stehen Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt vor neuen Herausforderungen: Polarisierung, demokratiefeindliche Tendenzen, Desinformation und politische Apathie. Ziel der Arbeit der Bildungsregion im Zeichen der Demokratieförderung ist der Aufbau eines tragfähigen Netzwerks für Demokratiebildung entlang der Bildungskette von der Kita bis zur Erwachsenenbildung. Das Konzept setzt auf Partizipation, politische Bildung, kulturelle Ausdrucksformen und die Stärkung demokratischer Kompetenzen in Alltag und Institutionen. Die Unterstützung zur Entwicklung der „Demokratie als Grundhaltung“ ist das Ziel.

  

18. März - Tag der Demokratiegeschichte

  • Kein Tag steht so sehr für das jahrhundertelange deutsche Ringen um Demokratie wie der 18. März: der Tag der Mainzer Republik 1793, der Revolution von 1848 und der ersten freien Volkskammerwahl in der DDR im Jahr 1990. Daran wollen wir erinnern. Deshalb feiern wir den 18. März als Tag der Demokratiegeschichte.
  • Wer weiß, was war, kann Zukunft erfolgreich mitgestalten. Mit dem Tag der Demokratiegeschichte 2026 gibt es erstmals einen bundesweiten Aktionstag für die Geschichte unserer Demokratie. Ereignisse und Prozesse unserer Freiheits-, Verfassungs- und Parlamentsgeschichte sind von hoher erinnerungspolitischer Bedeutung. Gerade in Zeiten, in denen unsere freiheitliche Demokratie Zweifeln und Gefährdungen ausgesetzt ist, bilden sie eine wichtige Orientierung für unser gesellschaftliches und politisches Zusammenleben.
  • Der Tag wendet sich an alle Menschen, die in Deutschland leben und denen freiheitliche Demokratie etwas bedeutet. Menschen, die Anteil nehmen, sich einbringen und beteiligen. Menschen, die besser verstehen wollen, woher die Demokratie des Grundgesetzes kommt und worauf sie sich historisch gründet.
  • Schirmherr aller Veranstaltungen zum Tag der Demokratiegeschichte 2026 ist der Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier. Unser Staatsoberhaupt setzt sich seit Beginn seiner Amtszeit beständig dafür ein, dass die öffentliche Erinnerungskultur in Deutschland um die Demokratiegeschichte erweitert wird.

 

 

Aktionstag 2026

Die Bildungsregion Emsland hat den bundesweiten Aktionstag zum Anlass genommen, um die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, Gegenwart und

Zukunft der demokratischen Erinnerungskultur in Deutschland in den Mittelpunkt einer öffentlichen

Podiumsdiskussion zu rücken, die am 18. März (17 Uhr) am Kreisgymnasium St. Ursula in Haselünne stattfand.

 

Leitfragen der moderierten Diskussion waren:

  • Wie und zu welchen Rahmenbedingungen erfolgt Demokratiebildung in Schulen?
  • Wie erlebt die Schülerschaft den erinnerungskulturellen Diskurs im Zuge der Demokratiebildung?
  • Wie kann der erinnerungskulturelle Diskurs lebendig, partizipativ und demokratiefördernd erhalten werden?
  • Wer erinnert und wessen Stimmen werden gehört?
  • Wie wird erinnert? Welche Formen, Medien und Rituale prägen Erinnerungskultur?
  • Um diese Leitfragen multiperspektivisch zu erörtern, erfolgte eine moderierte Podiumsdiskussion mit partizipativem Charakter vorgesehen. Neben Experten aus den Bereichen Geschichtswissenschaft, politische Bildung, Schule und Zivilgesellschaft wurden auch das Publikum, in die Diskussion eingebunden.