Fachkraft Ästhetische Bildung

Die berufsbegleitende Qualifizierungsmaßnahme Fachkraft Ästhetische Bildung richtet sich vorrangig an Fachkräfte, die in der frühkindlichen Bildung in Krippen oder im Elementarbereich tätig sind, ist darüber hinaus aber durchaus auch interessant für Sozialassistent/innen, Heil- und Sozialpädagog/innen.

 

Im Jahr 2012 hat das Land Niedersachen die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung und den Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen e.V. beauftragt, ein modellhaftes Qualifizierungskonzept für den Elementarbereich zu erarbeiten. Mit der Förderung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur ist daraufhin bis 2015 durch Kunstschulen in Zusammenarbeit mit dem Europahaus Aurich die Qualifizierungsmaßnahme Fachkraft Ästhetische Bildung für pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich erprobt worden.

Die Kunstschule Lingen hat sich mit zwei geschulten Dozentinnen für die Durchführung dieser Maßnahme qualifiziert. Mittlerweile konnte sie bereits siebenmal erfolgreich in Lingen durchgeführt werden.

 

Ziel der Qualifizierungsmaßnahme ist es, die Teilnehmer/innen mit den vielseitigen Methoden der Ästhetischen Bildung vertraut zu machen. Sie erhalten dabei konkrete Anregungen zu einer alltagsintegrierten Ästhetischen Bildung, mit der Kinder in ihrer ganzheitlichen Entwicklung unterstützt werden können. Überdies lernen Sie hier die vielfältigen Potenziale der Kunst und Kreativität kennen, um sie in die Praxis ihrer Bildungsarbeit umzusetzen.

 

Die Maßnahme umfasst insgesamt 100 Unterrichtsstunden. In einem Basismodul werden die Grundlagen ästhetisch-künstlerischer Prozesse vermittelt. Weiterhin beinhaltet sie zwei Fachmodule „Ästhetische Bildung und Vielfalt“ sowie „Ästhetische Bildung unter drei“. Im Vordergrund steht dabei das Erleben der Potenziale der Kunst, mit denen die Teilnehmer*innen für sich persönlich und für ihr berufliches Umfeld „Kreativität als pädagogische Haltung“ entdecken können.

In vielfacher Hinsicht berücksichtig die Qualifizierungsmaßnahme Fachkraft Ästhetische Bildung außerdem den Gedanken der Vernetzung. Zum einen lernen die Teilnehmer/innen eutlich die Möglichkeiten und Vorteile einer Vernetzung der einzelnen pädagogischen Einrichtungen untereinander kennen. Darüber hinaus erfahren sie anhand konkreter Beispiele und eigenem Erleben im Praxisteil der Fachmodule, dass es sich besonders im Bereich der Projektarbeit anbietet und förderlich ist, mit Kultureinrichtungen (Kunstschulen, Museen, theaterpädagogischen Zentren, Musikschulen etc.) als auch Kunstschaffenden und freischaffenden Künstler*innen zusammen zu arbeiten und im Idealfall ein nachhaltig kooperierendes Netzwerk zu bilden.


Die Qualifizierung schließt mit dem Zertifikat Fachkraft Ästhetische Bildung. Seit 2015 liegt eine unabhängige Begutachtung dieser Fortbildung vor. Damit wurde sie auf Bachelor- Niveau eingestuft und kann auf Hochschulstudiengänge angerechnet werden.

 

Weitere Informtionen zu den Terminen und zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem Flyer.